Ich habe einige Eigenschaften, die mich zwangsläufig zu einem Insider dieser Thematik gemacht haben:

1. Ich arbeite seit 1996 als Krankenhaus-Arzt.

2. Während meines Studiums habe ich meine Doktorarbeit zum Thema Typ 1 Diabetes im Institut für Diabetes in Karlsburg angefertigt. In den Jahren 1992 bis 1998 habe ich zu diesem Thema geforscht, seit 1992 unzählige Patientenkontakte erlebt und auch tausende wissenschaftliche Veröffentlichungen und medizinische Fachartikel gelesen. Diabetes war immer ein besonderes Interessengebiet / Hobby innerhalb meines Berufes.

3. Seit 2016 habe ich selbst einen Typ 1 Diabetes, von Anfang an ohne restliches Insulin und ohne Glukagon.

4. Seit Beginn meiner Erkrankung benutze ich Blutzucker-Sensoren der Firma Abbott.

5. Seit Beginn der Erkrankung ernähre mich streng ketogen.

6. Durch die ketogene Ernährung war es mir möglich, den Blutzucker zu den meisten Zeiten zwischen 70 und 100 mg/dl zu halten.

7. Mein HBA1c ist (wie vor der Erkrankung) bei 4,6 - 4,9%. Ich bin sportlich aktiv (Kanu und Fahrrad). Beispielsweise fahre ich oft mit dem Fahrrad zur Arbeit (einfache Strecke 17 km).

8. Ohne das eigene Insulin und mit dem Sensor kann ich bei ketogener Ernährung jede winzige Menge an Kohlenhydraten in meiner Nahrung anhand meines Blutzuckerverlaufs feststellen. Beispielsweise sehe ich im Blutzuckerverlauf, wann ich ein Drittel einer Salatgurke gegessen habe. Das bedeutet, dass ich jedes Nahrungsmittel identifizieren kann, welches nicht zur ketogenen Ernährung passt.

In dieser Webseite lesen Sie meine persönliche Meinung und Überzeugung. Viele Sachverhalte sind längst gesichertes Wissen, nur deutlicher in Zusammenhänge gesetzt. An manchen Details wird zur Zeit gerade geforscht. Einige andere Details sind meine persönlichen Beobachtungen, die aber in dieser Branche noch niemand durchdacht hat. Zumindest bestehen immer noch enorm viele Unsicherheiten und Irrglauben zum Thema ketogene Ernährung und Diabetes.

Meine Webseite habe ich so geschrieben, dass sie für möglichst viele Menschen und auch für meine Kollegen gleichsam verständlich ist. Deswegen verzichte ich nach Möglichkeit auf Fachbegriffe und verwende stattdessen deutsche Umschreibungen.

Im Laufe der 30 Jahre, die ich mich mit diesem Thema beschäftige, habe ich mir nicht notiert, wo ich etwas gelesen habe. Deswegen und auch der Einfachheit halber möchte ich auf Quellenangaben weitgehend verzichten.

Es handelt sich hier nicht um die (wie lange noch gültige?) offizielle medizinische Handlungsempfehlung, sondern um meine persönliche Erfahrung als Mediziner, selbst Betroffener und an dem Thema brennend Interessierter. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und mir, dass Sie so viel wie möglich verstehen. Nichts desto trotz werden Sie das meiste mehrmals lesen müssen, um es wirklich verinnerlichen zu können.